posted 12-23- 11:48 AM
Kurzbeschreibung
Die Erprobung des ersten voll einsatzfähigen Raketenflugzeuges der Welt, der Me 163, gehört zu den geheimnisvollsten und
sagenumwobenen Kapiteln in der Geschichte der Luftfahrt. Aus etwa 30 Mann bestand das Erprobungskommando 16. Mano Ziegler
war einer von ihnen. Alles ist authentisch an diesem Bericht, so unglaublich es sich manchmal anhören mag. Eine hochdramatische
Dokumentation in Wort und Bild. Vorwort
Dies ist keine Kriegsgeschichte, obwohl sie im Kriege und bei der Luftwaffe spielt. Es ist nichts anderes, als die Geschichte eines
Flugzeuges und seiner Piloten.
Die von Alexander Lippisch konstruierte Me 163 war das erste vollflugtaugliche raketengetriebene Flugzeug der Welt, seine
Flugzeugführer die ersten Raketenpiloten. Diese Me 163 erreichte und überschritt auch als erstes Flugzeug der Welt die
1000-km/h-Grenze und stieß an die diesseitige Wand der Schallmauer.
In Konstruktion, Flugeigenschaften und Leistungen war die Me 163 bahnbrechend und das bisher vielleicht markanteste Flugzeug in der
Geschichte der Luftfahrt überhaupt. Seiner Zeit war dieses Flugzeug um mehr als zehn Jahre voraus. Aber es war darum vielleicht auch
das gefährlichste Flugzeug, das je in Serie gebaut wurde.
Als die Me 163 entstand und flog, wußten nur wenige Menschen um ihre Existenz. Auf ihren Akten standen die Worte "streng geheim",
und wer mit ihr zu tun hatte, war zum Schweigen verpflichtet. Dieses Schweigen dauerte bis zum letzten Tage des Krieges ...
Nach Kriegsende wurden die Männer, die den Weg der Me 163 als Konstrukteure, Techniker und Piloten begleitet und überlebt hatten,
in alle Welt verstreut. Ebenso die Aufzeichnungen, Tagebücher und Bilder. Nur Weniges blieb erhalten.
So entstand dieses Buch aus der Erinnerung, aus schlichten Notizen und aus vielen Gesprächen. Aber es wurde in den Ereignissen, den
Namen und den Orten ein dem wirklichen Geschehen entsprechender Bericht, dem lediglich das persönliche Empfinden und Erleben des
Schreibenden vielleicht eine besondere Note gab.
Auszug
Es hieß mit seinem gutbürgerlichen Namen "Me 163 B" und war sozusagen ein angenommenes Kind, denn sein Vater hieß nicht
Messerschmitt, was aus dem "Me" eigentlich zu schließen wäre, sondern Eippisch, dessen genialem Kopf das Kraft-Ei entstammte. Bei
Messerschmitt ging es aber in Bau und Betreuung und daher wohl das "Me". Wie dem auch sei, es sei egal. Es gibt wohl eine ganze
Menge Kinder auf dieser Welt, die nicht den Namen ihres Vaters, sondern ihres Betreuers tragen ...
Das Kraft-Ei war ein Flugzeug, und denen, die es einst fliegen durften, wird heute noch in der Erinnerung warm um die Brust und kalt
im Rücken. Es hatte alle Eigenschaften einer ebenso schönen wie leichtsinnigen Frau, es konnte einen innerhalb weniger Minuten in den
Himmel heben und zur Hölle schicken - ganz nach Laune. Und nicht zuletzt darum liebten wir es.
mario ziegler, pilot me 163
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